
Ich interessierte mich schon in meiner Schulzeit für die Grenzen des Wachstums und andere Probleme unseres Zeitalters. Vor über 30 Jahren hatte ich den Eindruck, dass die etablierte Wissenschaft an dem gemeinsamen Kern dieser existentiell bedrohlichen Krisen vorbei forscht, weil sie die Bedeutung der Evolutionstheorie ignoriert, d.h. nicht bedenkt, dass auch wir Menschen mit unseren Gehirnen evolvieren.
Nach dem Abitur machte ich Zivildienst in einem Altenheim und absolvierte eine Krankenpflegeausbildung. Danach studierte ich an der Technischen Universität Darmstadt mehrere Semester Wirtschaftsinformatik. Die mich interessierenden Simulationen zur Entwicklung von Lösungen für die damals bereits absehbaren Probleme unserer Zeit waren jedoch, wenn überhaupt, erst gegen Ende des Hauptstudiums vorstellbar. Ich beendete damals mein Studium und forsche seither unabhängig von der etablierten Wissenschaft.
Eine Teilzeitstelle als Nachtwache in einem Altenheim ermöglichte es mir unabhängig von der etablierten Wissenschaft zu forschen und meine Überlegungen ohne inhaltliche Vorgaben und Termine zu formulieren. So entstand allmählich ein Konzept zur Selbstwahrnehmung unserer kulturellen Evolution, das anthropozentrische, nationalistische, ökonomische oder im weitesten Sinne egoistische, von irdischen Interessen bestimmte Sichtweisen vermeidet.
Das Konzept reifte im Lauf der Jahre heran, wie ein sich entwickelndes, allmählich schärfer werdendes Bild. Ich las viele Bücher und andere Texte und stellte mich so auf die Schultern vieler Autoren. Dabei schrieb ich immer wieder kurze Essays mit dem Ziel meine evolutionstheoretische Betrachtungsweise der in verschiedenen Bereichen drohenden Krisen und mögliche langfristige Lösungen allgemeinverständlich zu formulieren. Hierbei habe ich mich auch breit gestreut mit praktischen Lösungen beschäftigt. Im Rahmen meiner Beschäftigung mit den Themen wurde ich zudem u. a. Mitglied des Permakultur-Instituts und der Akademie für Potentialentfaltung.
Meine Frau Imani unterstützte mich bei der Evolution des Projektes, vor allem bei unserem lokalen Engagement und begleitete mich bei Besuchen von Projekten, und Veranstaltungen. und in und. Wir sind zudem bei der Gesellschaft für Bahai Studien (GBS), in der lokalen Bahai Gemeinde, der Darmstädter Transition Town Gruppe, in verschiedenen Initiativen in Mühltal und in einer lokalen Tamera Gruppe engagiert.
Mir ist bewusst, dass ich, im Gegensatz zu meinem 1913 geborenen Vater, bisher in einem reichen Land mit historisch einmaligem Wohlstand gelebt habe. Damit gehöre ich jedoch auch zu der Generation, die unsere Biosphäre ohne Rücksicht auf zukünftige Generationen verwüstet und vermüllt hat. Im meiner Jugendzeit Mitte der siebziger Jahre habe ich, im Vergleich zu heute, noch eine heile Welt erlebt. Ich hoffe, dass ich durch meine langjährige Beschäftigung mit dem Thema dazu beitragen kann, die Probleme unseres Zeitalters zu verstehen und sinnvoller darauf zu reagieren.
Die Entstehung des Projektes aus einer „außerirdischen“ Betrachtung unserer kulturellen Evolution.
In meinem Wirtschaftsinformatik Studium entstand unwillkürlich eine Wissenschaftssatire, in der ich mir außerirdische Astrobiologen vorstellte, die uns geistig und technisch weit überlegen sind. Sie erforschten unsere aktuelle kulturelle Evolution und fragten sich, wie sie uns mit geistiger Entwicklungshilfe helfen könnten unsere Zivilisation und die irdische Biosphäre zu erhalten. So entstand mein im 2. Abschnitt des Essays „Eine evolutionstheoretische Interpretation der Probleme unseres Zeitalters“ beschriebenes, „außerirdisches“ Gedankenexperiment mit einer irdischen Großstadt.
Die von mir erfundenen allmächtigen außerirdische Wissenschaftler waren von den Problemen unserer Zeit nicht betroffen, da sie nicht in der irdischen Biosphäre lebten. Sie hatten keinen Wohnort und kein Forschungsprojekt an einer irdischen Universität. Sie erforschten die irdische Evolution von außen und ignorierten die Grenze zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, die unser Weltbild stark bestimmt. Sie betrachteten unsere Städte, unsere Staaten und die Menschheit als Gehirn basierte, evolvierende Teilsysteme der Biosphäre.
Die Leitidee einer bewusst evolvierenden, stabilen Weltgesellschaft entstand als ich mir ihre außerirdische Entwicklungshilfe ausführlicher vorstellte. Sie faszinierte mich so stark, dass ich mein Studium unterbrach und schließlich beendete.